OVR - Ornithologischer Verein 1909 Rheinfelden
Designe by Max Böni Letzte Änderung: 11. Oktober 2017

Gründung / Meilensteine / Ziele / Kleintieranlage / Jungtierschau / Jubiläumsjahr / Präsidenten / OVR Heute

Zwölf Männer gründeten im Jahre 1909 den Verein

Im Jahr 1909 wurde in Rheinfelden der Geflügel-, Kaninchen- und Kanarienzuchtverein beider Rheinfelden und Umgebung gegründet. Später entstand daraus der Ornithologische Verein 1909 Rheinfelden. Zum Glück sind sämtliche Protokolle der 100-jährigen Vereinsgeschichte - teilweise in sehr schöner Schrift - erhalten. Das ist eine gute Basis für eine lückenlose Geschichtsschreibung. Viele spannende und bewegende Geschichten und Episoden haben aber vermutlich den Weg ins "sachliche" Protokoll nicht gefunden. Das erste Protokoll stammt vom 25. April 1909. Im Restaurant Rebstock versammelten sich damals zwölf Männer, die einen Verein für Kanarien- und Kaninchenzüchter zur Hebung und besseren Verwertung des erzüchteten Materials gründen wollten. Die eigentliche Gründungsversammlung fand alsdann am 2. Mai 1909 statt. Als 1. Präsident wurde Herr Spahr und als 2. Präsident und zugleich Kontrolleur Herr Noll in den Vorstand gewählt. Das Amt des Kassiers wurde Herrn Benni übertragen, dasjenige des Schriftführers Herrn Sutter. Als erster Materialverwalter amtete Herr Gosslar und als Beisitzende wurden die Herren Siebold und Bitterwolf gewählt. Leider geht aus den Aufzeichnungen nicht hervor, wie, wann und weshalb der Geflügel-Kaninchen- und Kanarienzuchtverein beider Rheinfelden und Umgebung umbenannt wurde in Ornithologischer Verein 1909 Rheinfelden.

Meilensteine- und Steinchen

02. 05. 1909 Namensgebung 25. 05. 1909 Festlegung des Quartalbeitrages von 1 Franken / 0.80 Deutsche Mark. Unentschuldigtes fernbleiben von der GV wird mit einem Franken gebüsst. 11. 07. 1909 Infolge geringer Teilnehmerzahl wird die Versammlung nicht eröffnet! 10. 10. 1909 Die erste Kleintierausstellung wird auf den 21. November 1909 festgelegt. 27. 02. 1910 Anschaffung einer Vereinszibbe 29. 01.1914 Mitgliederbestand: 47 Aktiv- und 6 Passivmitglieder 01. 02. 1914 Frau Glaser wird als erste Frau aufgenommen 25. 06. 1920 Erster Vereinsausflug über Möhlin, Wallbach auf die Schönegg in Mumpf 05. 03. 1935 Infolge geringer Teilnehmerzahl wird die GV abgesagt! 18. 12. 1935 Nach dem Rücktritt des Präsidenten Etterlin Jakob konnte kein neuer Präsident gewählt werden. Der Vizepräsident übernimmt das Amt ad Interim. 31. 10. 1934 Auf Antrag des SKV (Schweizerischer Kleintierverband) beschliesst die Versammlung, jährlich pro Mitglied 2 Sommerfelle an den Verband abzuliefern. 20. 02. 1943 Mitgliederbestand: 48 Aktiv- 3 Ehren- und 9 Passivmitglieder 02. 02. 1946 Das Hotel Storchen wird als Vereinslokal bestimmt 16. 08. 1955 Neu wird das Restaurant Rheinlust das neue Vereinslokal 29. 03. 1957 Gemäss dem Obmann, E. Herzog, betreut er zur Zeit 126 Jungtiere unter 4 Monaten, 41 Rammler und 65 Zibben. 1959          Infolge eines finanziellen Engpasses wird auf ein Fest zu 50-järigen Bestehen verzichtet 1964          An der EXPO in Lausanne gewinnt Biedermann Hans eine Gold- und Scheidegger Gottfried eine   Broncemedallie 06. 03. 1973 Infolge einer berüchtigten Rüebligeschichte ist das Klima nicht mehr das Beste! (Leider finden sich dazu              in den Protokollen keine Einzelheiten) 1972         Drei Unruhestifter werden aus dem Verein ausgeschlossen 17. 02. 1973 Mitgliederbestand: 26 Aktiv- und Passivmitglieder, 6 Ehrenmitglieder und 1 Ehrenpräsident 27. 04. 1974 Vom Stadtrat ist die Zusage eingetroffen, bei Holzschopf 12 Aren Land für 12 Franken pro Are im Jahr mieten zu können. 21. 06. 1975 Der Mietvertrag für die Gemeinschaftsanlage wird mit einer Laufzeit von 9 Jahren mit der Stadt Rheinfelden abgeschlossen 18./19.12.1982 Die Fricktalische Verbandsaustellung findet erstmals in Rheinfelden statt 1983         Die Jungtierschau wird nicht mehr in der Kommanderie, sondern im Stadtpark durchgeführt 12. 05. 1983 Baubeginn der Kaninchenhäuschen in der Anlage 11. 02. 2002 Die neuen Statuten werden angenommen 13.-15.12.2003 Die Frickalische Verbandsausstellung findet zum zweiten Mal in Rheinfelden statt 23. 02. 2007 Das neue Reglement für die Kleintieranlage wird genehmigt 2008         Anschaffung von Vereinsjacken mit aufgesticktem Signet zum Seitenanfang

Ziel: Gesunde, schöne Tiere und Kameradschaft

Der „Ornithologische Verein Rheinfelden 1909“ (OVR) bezweckt heute die umfassende Förderung der Rassen-Hühner, - Kaninchen und -Tauben sowie die Vogelzucht. Selbstverständlich wird auf die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen Wert gelegt. Neben der Durchführung von Ausstellungen, Kursen und weiteren Veranstaltungen wie Tierbesprechungen sowie der Vermittlung guter Futtermittel, Apparate und Käfige ist für den Verein auch die Pflege der Kollegialität wichtig. Der OVR richtet sich nach dem Leitbild der Kleintiere Schweiz: Wir Kleintierzüchter und Kleintierhalter anerkennen und achten die Kleintiere als bedeutenden Teil der Natur. Wir wollen eine verantwortungsvolle Zucht betreiben mit dem Ziel, Gesundheit, Schönheit und Leistung edler Tiere zu erhalten und zu fördern. Extremzucht lehnen wir ab. Wir begegnen Veränderungen im Bereich der Kleintierzucht und Kleintierhaltung mit einer offenen und flexiblen Grundhaltung. Die Zucht von Kaninchen und Vögel setzt ein solides Grundwissen, viel Liebe zur Natur und zu den Tieren sowie ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein gegenüber Tieren voraus. Alle Züchterinnen und Züchter sind bestrebt, ihre Tiere artgerecht und gemäss den gesetzlichen Vorschriften zu halten und zu pflegen. Denn nur Tiere, die mit Liebe gehalten werden, bringen an den Ausstellungen den angestrebten Erfolg. Beweis dafür sind die zahlreichen Auszeichnungen des OVR an lokalen und schweizerischen Ausstellungen. Die Obmänner und Mitglieder bilden sich an Fachtagungen weiter und halten so ihr Wissen über die Tierhaltung und die Tierpflege auf dem neusten Stand. Die in jedem Verein wichtige Kameradschaft wird durch verschiedene Anlässe gefördert und gepflegt. Seien dies Grillnachmittage, die in den letzten Jahren zusammen mit den Züchterkollegen aus Möhlin stattfanden, oder Wanderungen und Vereinsausflüge. Seit einigen Jahren bestehen auch freundschaftliche Kontakte zu dem Kaninchenzüchterverein in Öflingen, Deutschland. zum Seitenanfang

Kleintieranlage               

Im Jahr 1975 konnte der Verein auf der Parzelle 652 (wo ist das?) von der Ortsbürgergemeinde Rheinfelden 12 Aren Land pachten. In der Zwischenzeit entstand dort eine schöne Kleintieranlage mit 8 Kleintierställen. Daneben züchten einige Mitglieder ihre Kaninchen und Vögel in tiergerechten Anlagen auf ihren eigenen Grundstücke. zum Seitenanfang

Die Jungtierschau

Bereits seit den ersten Jahren der Vereinsgeschichte organisiert der OVR regelmässig Ausstellungen. Die traditionelle Jungtierschau (oder Kleintierausstellung?), die jährlich im Stadtpark Rheinfelden durchgeführt wird, erfreut sich grosser Beliebtheit. An diesen Ausstellungswochenenden zeigen die Mitglieder ihre Jungtiere und werben damit auch für die Kleintierzucht in unserer Region. Die Jungtierschau übt eine ganz besondere Anziehungskraft auf Kinder aus. Und manch eine Leserin oder ein Leser dieses Beitrages wird sich auch an seine Kindheitserlebnisse an der Jungtierschau in Rheinfelden zurückerinnern. zum Seitenanfang

Das Jubiläumsjahr 2009

Die Jungtierschau im Stadtpark war im Jubiläumsjahr ein besondere Attraktion. Im Weiteren plante der OVR eine Vereinsreise sowie verschiedene Aktivitäten rund um die Kleintierzucht. An der Jungtierschau erschien eine Festschrift über 100 Jahre Ornithologischer Verein Rheinfelden. In den Rheinfelder Neujahrsblätter 2009 durften wir unseren Verein ausführlich vorstellen. zum Seitenanfang

Alle Präsidenten der Vereinsgeschichte

Amtsperjode Präsident Bemerkungen 1909 bis 1909 Spahr Gewählt an der Gründungsversammlung 1909 bis 1912 Sutter Gewählt an der ersten GV vom 18.12.1909 1912 bis 1917 Johann Burkhart Pfarrer in Wallbach, 1916 Ehrenpräsident 1917 bis 1920 Josef Becker Demissionierte 1918, nahm diese aber wieder zurück! 1920 bis 1925 Theodor Bürge   1925 bis 1929 H. Jehle   1929 bis 1931 Rudolf Lauffer   1931 bis 1932 Arnold Dietwyler   1932 bis 1935 Jakob Altermatt   1935 bis 1935 Arthur Etterlin Rücktritt am 18.12.1935 1935 bis 1936 Jakob Altermatt Ad Interim als Vizepräsident 1936 bis 1959 Hans Biedermann   1959 bis 1961 Walter Schori   1961 bis 1970 August Urban   1961 bis 1970 August Urban   1971 bis 1981 Fritz Zimmermann   1981 bis 1981 Kurt Mülhaupt   1991 bis 1992 Rolf Weibel   1992 bis 1997 Kurt Mülhaupt   1997 bis 2004 Willi Solberger jun.   2004 bis Rosa Böni bis 2005 ad Interim zum Seitenanfang

OVR Heute

Der Verein besteht derzeit aus 20 Aktiv- und 4 Passivmitglieder, davon 5 Ehrenmitglieder Gezüchtet werden unter anderem die Kaninchenrassen Weisswiener, Rex, Französische Widder, Schweizerfeh und Loh. In den Volieren findet man Klein- und Grosssittiche, sowie Zebrafinken und Tauben. In Aussenanlagen werden Landschildkröten gehalten. Geleitet wird der Verein von einem sechsköpfigen Vorstand unter der Leitung von Rosa Böni. Als Obmann Kaninchen amtet Fervido Zamuner und als Obmann Vögel Claudia Acklin. Weitere Mitglieder sind Karin Bitter (Aktuarin), Margrit Bertin (Kassierin) und Anna-Maria Di Pasqua (Beisitzerin). zum Seitenanfang
Wissenswertes über den OVR